Ist Soja gesund?

Immer wieder fachen Diskussionen über Soja und dessen Erzeugnisse auf. Soja macht impotent, Soja ist voller Hormone, …Soja ist genmanipuliert, Soja macht die Umwelt kaputt….  Immer wieder hört man Horrorgeschichten. Ich selbst kenne einige, die felsenfest von den negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Soja überzeugt sind und darauf verzichten.

Umgekehrt wird Soja als Proteinbombe verehrt und ist insbesondere für Veganer einer wichtige Eiweißquelle und sehr vielseitig einsetzbar.Fakt ist das all die gesundheitlich negativen Aussagen über Soja, wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhalten können. Natürlich gibt es Allergien und es ist wie bei Hülsenfrüchten üblich das der Darm sich erst an diese schwerverdaulichen Böhnchen gewöhnen muss. Anfängliche Bauchbeschwerden sind ganz normal. Der Körper ist halt ein Gewöhnungstier.Wichtig ist hier (Bio) Soja zur Ernährung und das Soja für Tierfutter, welches tatsächlich viele negative Aspekte hat, zu unterschieden.

Isoflavone lassen Männer keine Brüste wachsen💕
Meist werden die in der Sojabohne enthaltenen Isoflavone für vermeintlich schädliche Wirkungen verantwortlich gemacht. Isoflavone zählen zu den Phytoöstrogenen, einer Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe. Da Phytoöstrogene in ihrer Struktur den menschlichen Östrogenen ähnlich sind, können sie an Östrogenrezeptoren binden und dadurch sowohl (schwache) Östrogene als auch antiöstrogene Wirkungen entfalten. Unabhängig von diesen hormonähnlichen Wirkungen sind sie in der Lage, die Aktivität von Enzymen sowie das Zellwachstum zu beeinflussen. Die Mengen sind allerdings geschwindet gering und können auch bei Männern nicht zu übermäßigen weiblichen Hormonen führen.


Positive gesundheitliche Effekte💕
Zahlreiche Studien weisen auf potenziell gesundheitsfördernde Effekte des Sojakonsums hin. Traditionelle Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh enthalten überwiegend einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ersetzen sie Lebensmittel mit überwiegend gesättigten Fettsäuren wie Fleisch und Wurst, wirkt sich das positiv auf den Blut-Cholesterinspiegel aus. Unabhängig davon weist Sojaprotein einen leichten LDL-Cholesterin-senkenden Effekt auf. Beides wirkt sich günstig auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.Der Verzehr von Sojaprodukten wird in vielen Studien mit einem verringerten Risiko für Prostatakrebs assoziiert. Darüber hinaus gibt es Hinweise aus  Untersuchungen, dass Sojakonsum das Osteoporoserisiko reduziert und sich günstig auf die Knochenmineraldichte auswirkt. Die Studienlage weist außerdem darauf hin, dass Sojaprodukte Wechseljahrbeschwerden lindern können.


Fettarm & proteinreich💕
Lebensmittel aus Soja stellen eine besonders hochwertige Proteinquelle dar und können somit einen wichtigen Bestandteil einer kalorienreduzierten Ernährung bilden. Proteinreiche Lebensmittel sorgen bei vergleichsweise geringer Energiezufuhr außerdem für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Sojaprodukte enthalten darüber hinaus wenig Fett und dabei viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.


Das böse Soja als Tierfutter💕
In deutschen Massentierhaltungen gibt es, Stand 2015, etwa 12,6 Millionen Rinder, 27,5 Millionen Schweine, 1,6 Millionen Schafe und 39,6 Millionen Legehennen (Bundesamt für Statistik). Zusammen genommen sind sie schwerer als alle 82 Millionen Einwohner Deutschlands. Und irgendwie müssen diese Nutztiere ernährt werden. Aber wie? Unsere heimischen Anbauflächen für Futtermittel sind zu klein. Wo also kommen die Futtermittel für unsere Nutztiere her?

Die Futtermittel müssen importiert werden, und zwar hauptsächlich in Form von Sojabohnen. Die Sojabohnen werden auf riesigen Plantagen in Südamerika auf Flächen angebaut, die ehemals von einzigartigen tropischen Regenwäldern bedeckt waren. 80 Prozent der Sojabohnen landen als eiweißreiches Mastfutter in den Massentierhaltungen in der EU. Die Futtermittel müssen importiert werden, und zwar hauptsächlich in Form von Sojabohnen. Die Sojabohnen werden auf riesigen Plantagen in Südamerika auf Flächen angebaut, die ehemals von einzigartigen tropischen Regenwäldern bedeckt waren. 80 Prozent der Sojabohnen landen als eiweißreiches Mastfutter in den Massentierhaltungen von Nordamerika und der EU, zehn Prozent werden zu Agrartreibstoffen verarbeitet, neun Prozent werden in der Margarineherstellung verwendet und etwa ein Prozent für andere Soja-Lebensmittel. Das Tierfuttersoja hat ein sehr viel höheren Anteil an Isoflavonen  und Pestiziden, welches gepaart mit den zugesetzten Hormonen in Fleisch ein wirkliches Risiko für die Gesundheit darstellt.

Aus meiner Sicht ist der Konsum von mit Soja gefütterten Fleisch sehr viel  kritischer in Bezug auf die darin enthaltenen Hormone, als Bio Soja- Produkte. Natürlich sollte man sich dennoch ausgewogen ernähren und auch hier Maß halten❤️

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